Review Rex: Doctor Who Staffel 1.2 – The Daleks

DaleksSchon in der zweiten Episode der Originalserie Dr. Who geht es um die Daleks. Selbst ich als Who-Neuling weiß, dass die rollenden Litfaßsäulen die Erzfeinde von Doctor Who sind und auch in der neusten Serie wieder eine Rolle spielen. Somit war ich recht gespannt, wie die Genozid-freudigen Space-Mülltonnen in die Serie eingeführt werden.

„The Daleks“ ist deutlich länger als die erste Episode, besteht sie doch aus 7 anstatt nur 4 Teilepisoden à ca. 22 Minuten. Somit eigentlich schon fast ein Spielfilm. Die Handlung könnte aber auch aus einer beliebigen Star Trek Episode stammen (wobei man natürlich sagen muss, dass Doctor Who schon 3 Jahre vor dem Debüt von Star Trek über die Bildschirme flimmerte). Der Doctor, Enkelin Susan und die Lehrer Ian und Barbara landen nach ihrem fluchtartigen Zeitsprung aus der letzten Episode auf einem unbekannten Planeten namens Skar, eine scheinbar völlig leblose Welt. Es existieren nur versteinerte Wälder und eine unbekannte Stadt. Der Doktor, der die Stadt unbedingt erforschen will, fingiert einen Defekt des TARDIS, woraufhin die Crew in der Stadt nach Ersatzteilen suchen muss.

Leider stellen sie dort nicht nur fest, dass die Stadt doch bewohnt ist, sondern auch, dass der ganze Planet durch einen Krieg verwüstet wurde und immer noch harte Strahlung alles verseucht. Die Bewohner der Stadt, die Daleks, sind durch die Strahlung mutiert und können nur in ihren beweglichen Schutzpanzern überleben, die nur in der Stadt selbst funktionieren, da sie über die metallenen Böden mit Energie versorgt werden. Allerdings hat auch die zweite Rasse auf dem Planeten überlebt, die Thals, die sich mit Hilfe einer Droge vor der Strahlung schützen. Erst durch den Doktor und seine Gefährten erfahren beide Seiten, dass die jeweils andere Rasse überlebt hat.

Die Thals, einst die Agressoren des Kriegs, der Skar vernichtet hat, sind inzwischen Pazifisten und wollen gerne Frieden mit den Daleks schließen. Die Daleks jedoch, einst Wissenschaftler und Lehrer, wollen die Thals auslöschen und außerdem die Droge in die Finger kriegen, da sie hoffen wieder außerhalb ihrer Schutzpanzer leben zu können. Schnell stellen sie doch fest, dass die Droge für die Daleks tödlich ist, da sie inzwischen soweit mutiert sind, dass sie die Strahlung zum Überleben brauchen. Deswegen wollen sie nun die Atmosphäre von Skar nochmal mit Strahlung verseuchen, um die Thals auszulöschen und sich selbst einen größeren Lebensraum zu schaffen.

Im Laufe er der arg gestreckten Handlung wird die Who-Crew gefangengenommen, kann entkommen, bewahrt die Thal vor einer Falle, verbündet sich mit den Thal und schafft es nach einer abenteuerlichen Reise durch diverse Sümpfe, Höhlen und Wälder dann, in die Stadt der Daleks einzubrechen, erneut gefangengenommen zu werden und schließlich deren zentrale Energieversorgung auszuschalten, was alle Daleks tötet. Hätte man denke ich alles auch in der halben Zeit erzählen können, aber gut.

Die zweite Who Episode ist deutlich Action-haltiger als die erste und auch wenn der Doktor immer noch nicht wirklich der zentrale Held der Serie ist, so ist er doch schon ein gutes Stück weniger antagonistisch als in der ersten Episode. Dass die Daleks am Ende der Folge draufgehen zeigt, dass sie ursprünglich einfach nur als Monster-of-the-Week gedacht waren, allerdings beim Publikum wohl so gut ankamen, dass man sie später wiederbelebt hat.

Insgesamt ist „The Daleks“ zwar deutlich zu lang und die Handlung recht vorhersehbar, aber die Daleks machen als Bösewichte eine gute Figur und auch wenn die pazifistischen Thals genausogut irgendwelche Hippi-Aliens aus Star Trek sein könnten, so geben sie doch gute Redshirts ab (ja, es gehen einige von ihnen drauf). Unterm Strich also eine unterhaltsame Episode, typische 60er Jahre Science Fiction halt. Kann man gucken, aber ein ewiger Klassiker ist es sicherlich nicht.