Man of Steel and Angst and Beards


Ja, es wird wieder einen Superman Film geben. Und zum gefühlten 200. mal erfahren wir, wie Klein Kal-El auf die Erde kam, in Smallville bei Farmern aufwuchs und zu Superman wird… nur für den Fall dass es irgendwo noch jemanden gibt, der es nicht weiß. Mal ehrlich, gibt es so jemanden? Gibt es jemanden, der nicht weiß dass Superman der letzte Überlebende eines toten Planeten ist und von seinen Eltern auf die Erde geschickt wurde, um in einem Dörfchen in Kansas aufzuwachsen? Brauchen wir wirklich zum x-ten mal eine Entstehungsstory von Superman?

Egal. Man soll ja in einen Trailer nicht zu viel interpretieren, aber irgendwie beschleicht mich hier das Gefühl, dass man verzweifelt versucht einen Superman Film im Stile von Nolans Batman Trilogie zu machen, also mit einem Superman der als Penner durch die Welt reist, einen Bart voller Selbstzweifel dabei hat, und am Ende scheinbar auch noch Ärger mit den Bullen hat? Okay, ob das funktioniert?

Vielleicht bin ich einfach zu sehr emotional mit dem Christopher Reeves Superman verbunden, aber viel erwarten tue ich von diesem Film nicht. Er darf mich gerne eines Besseren belehren. Wenn es zumindest mal ein paar Szenen gibt, wo Superman auch tatsächlich seine Superkräfte vollumfänglich einsetzt und sich auch mal mit jemand annähernd Gleichstarken einen tollen Kampf liefert, ist er auf jeden Fall schon mal deutlich besser als Superman Returns.

Ach ja und bitte, bitte, bitte: kein Lex Luthor. Ich liebe Lex Luthor und sowohl Gene Hackman als auch Kevin Spacey haben ihn mit Bravour gespielt, aber es reicht. In 4 von 5 Superman Filmen war Lex der Oberbösewicht. Das ist mehr als genug.