Die Gelbe Gefahr

Die Gelbe Gefahr

Ein kleiner Blick in die Regale bei unserem Toys R’us, der den deutschen Kunden eine extrem diversifizierte Auswahl an Transformers bietet. Also, an Transformers namens Bumblebee zumindest. Prime Weaponizer, Prime Deluxe, Cyberverse Legion, Cyberverse Stealth Version, DOTM Leader, DOTM Scout, DOTM Stealth Scout und … ach ja, ein Starscream hat sich noch eingeschlichen, im Doppelpack mit … ihr erratet es … Bumblebee.

Und wer jetzt glaubt das wäre ein Einzelfall… Pustekuchen. In Spielzeugläden in Europa und Amerika sieht es überall so oder ähnlich aus. Bumblebees soweit das Auge reicht. Und die restlichen Figuren verteilen sich zu 90% auf Optimus Prime und wenn man Glück hat findet man noch einen vereinzelten Starscream oder Megatron. Ende. Und da frage ich mich, kann das wirklich ein erfolgreiches Marketing-Konzept sein?

Ich gehe einfach mal davon aus dass Hasbro als Kapitalgesellschaft im Grunde vor allem daran interessiert ist, Geld zu verdienen. Aber verdient man wirklich Geld damit, immer und immer wieder nur den gleichen Charakter in neuen Versionen rauszubringen? Es ist was anderes, wenn ich Spielzeug für einen Batman oder Ironman Film mache, denn da gibt es nun mal nur den einen zentralen Charakter, somit darf dieser auch ohne schlechtes Gewissen den zentralen Platz in der zugehörigen Toyline einnehmen. Aber bei Transformers gibt es ja nun doch ein paar mehr Charaktere als Bumblebee, sollte man zumindest meinen.

Hasbros Einnahmen in der Sparte Jungen-Spielzeug sind zur Zeit kräftig am zurückgehen, zumindest wenn man der einen oder anderen Fachzeitschrift Glauben schenkt. Das liegt sicherlich nicht nur daran, dass inzwischen vermutlich selbst die größten Bumblebee-Fans ihren Bedarf an Gelblingen gedeckt haben, aber es könnte doch eventuell, vielleicht, möglicherweise auch dazu beigetragen haben, meint ihr nicht?